Eine Ära endet: Hulk und der Kaiser treten ab

Bachletten muss diesen Sommer zwei schwerwiegende Abgänge schlucken: Benjamin «Hulk» Thalmann (27) und Noam «der Kaiser» Schmidhauser (26) hängen ihre Schuhe an den Nagel. Schmidhauser spielte seit Sommer 2020 bei den 2020ern, Thalmann seit Sommer 2021.

Thalmann war immer lautstark und führte Zweikämpfe so, wie man es sich von einem Abwehrspieler wünscht: leidenschaftlich und kompromisslos. Umso erstaunlicher ist seine ruhige, entspannte Art neben dem Platz, ein richtiger Bär eben. 54 Pflichtspiele und fünf Tore für den FCB stehen zum Abschluss seiner Karriere auf seinem Konto. Hulks Geschichte begann grossartig. Er feierte sein Debüt bei einem Pflichtspiel in Laufen und setzte nach weniger als fünf Minuten zu einer seiner später mehr oder minder gefürchteten Flanken an. Diese Flanke wurde länger und länger und senkte sich tatsächlich ins lange Eck, unvergesslich! Genauso legendär waren seine Elfmeter: langer Anlauf und mit voller Wucht in die Maschen.

Schmidhausers Ära begann am 31. August 2020: In den letzten Stunden des letzten Tags des Transferfensters wurde der Übertritt realisiert. Zu Beginn war er zwei Jahre lang nur Spieler und gehörte zum Stammpersonal in der Aufstiegssaison. Danach begann er bereits, sein umfassendes Fussballwissen in den Trainingsbetrieb einzubringen, bevor der liebenswürdige Besserwisser im Sommer 2022 fix als Assistenzspielertrainer verpflichtet wurde. Sechs Monate später bildete er gemeinsam mit Fionn Bumann ein Co-Chefspielertrainergespann, welches zwei Jahre lang die Geschicke leitete. Nach einem halben Jahr, in welchem der Kaiser dann wieder nur als Spieler fungierte, bekleidete Schmidhauser letzten Sommer im Zuge der Ernennung von Pablo Iselin als Cheftrainer wiederum die Rolle als spielender Assistenztrainer. Kumuliert kommt er somit auf dreieinhalb Jahre Trainertätigkeit. Sein Wissen und seine rhetorischen Fähigkeiten sind beeindruckend und haben den Verein auf ein anderes Niveau gehoben.  Nicht ganz so überragend, aber dennoch über dem Mannschaftsschnitt einzuordnen sind seine fussballerischen Fähigkeiten. Vielmehr als mit seiner Technik konnte Schmidhauser mit seinem Stellungsspiel, seiner Cleverness und seinen Qualitäten als Führungsspieler und Organisator punkten. Dabei konnte man ihn sowohl auf der Acht, auf der Sechs als auch als Innenverteidiger einsetzen. Er war der Fabian Frei des FCB 2020: vielseitig, schlau, humorvoll und mit grosser Klappe. Ihm stehen 66 Pflichtspiele und 13 Tore für die Südwestbasler zu Buche.

Danke für alles Hulk, danke für alles Noam!